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Wie dein Copter mit dir spricht

Was zwischen deinen Daumen und den Motoren wirklich passiert: der RC-Link von ExpressLRS bis Crossfire, die Zahlen RSSI und LQ, das GPS-Prinzip und die Antenne als wichtigstes Bauteil.

Ratgeber · Funktechnik & Navigation · Lesezeit ca. 20 Min · Stand: Juli 2026

Kurz gesagt

Dein Steuersignal ist eine eigene Funkstrecke, getrennt vom Videobild. Die wichtigste Zahl im Flug ist nicht RSSI, sondern LQ (der Anteil verstandener Pakete). Je langsamer die Paketrate, desto weiter reicht der Link: bei ExpressLRS auf 2,4 GHz liegen zwischen 500 Hz und 50 Hz genau 10 dB Empfindlichkeit, das ist grob der Unterschied zwischen Stadtpark und Berggipfel. In Deutschland gilt auf 2,4 GHz die Grenze von 100 mW (EIRP). GPS funktioniert mit mindestens vier sichtbaren Satelliten aus gut 20.000 km Höhe, und das Signal ist so leise, dass dein Carbon-Frame es komplett abschirmt: GPS gehört auf den Mast. Unsere Wahl für Long Range: ExpressLRS auf 2,4 GHz mit True-Diversity-Empfänger.

Wer einen Copter baut, redet viel über Motoren, Propeller und Frames. Über die Funkstrecke redet kaum jemand, dabei ist sie das einzige, was dich im Flug mit dem Gerät verbindet. Wenn sie abreißt, ist alles andere egal, dann rettet dich hoffentlich noch der GPS-Rescue-Modus deines Flight Controllers. Dieser Ratgeber erklärt, wie die Verbindung zwischen Fernsteuerung und Copter wirklich funktioniert, was die Systeme von TBS und ExpressLRS unterscheidet, was die Bundesnetzagentur erlaubt, wie dein Copter per Satellit seine Position findet und warum am Ende fast immer die Antenne entscheidet.

Was dieser Artikel nicht behandelt: die Videoübertragung. Analog, DJI, HDZero und Walksnail sind ein eigenes Thema mit eigener Physik und bekommen einen eigenen Ratgeber. Hier geht es um die Steuerung (den RC-Link), die Rückmeldungen des Copters (die Telemetrie) und die Satellitennavigation (GPS).

Hinweis: Jede Zahl in diesem Text hat eine Fußnote, die auf eine nachprüfbare Quelle zeigt. Wo wir gerechnet statt gemessen haben, steht es ausdrücklich dabei. Für den Fall, dass wir einen Fehler gemacht haben, kontaktiert uns gerne jederzeit.

Transparenz: Einige Produktlinks in diesem Artikel führen zum deutschen Fachhändler FPV24 und sind Affiliate-Links (Anzeige). Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Vergütung, für dich ändert sich am Preis nichts. Empfohlen wird nur, was wir fachlich begründen können, und die Begründung steht immer im Text.

1. Zwei Funkstrecken und ein Ortungssystem

Auf einem FPV-Copter laufen im Normalfall drei Funksysteme gleichzeitig. Die Steuerstrecke bringt deine Flightstick-Bewegungen zum Copter und die Telemetrie zurück. Die Videostrecke bringt das Kamerabild in deine Brille. Und der GPS-Empfänger hört passiv auf Satellitensignale, er sendet selbst nichts. Diese drei Systeme sind technisch unabhängig: Sie nutzen verschiedene Frequenzen, verschiedene Verfahren und fallen unabhängig voneinander aus.

Das ist eine bewusste Architektur. Die Steuerstrecke braucht vor allem Zuverlässigkeit bei winziger Datenmenge (ein paar Flightstick-Werte, ein paar Schalter). Die Videostrecke braucht das Gegenteil: enorme Datenmengen, darf dafür aber auch mal ein Bild verlieren. Deshalb überlebt ein guter RC-Link Situationen, in denen das Videobild längst schwarz ist. Wer schon einmal blind per Return-to-Home zurückgekommen ist, weiß, warum man an der Steuerstrecke nicht spart.

2. Wie ein RC-Link funktioniert: Sender, Empfänger, Modulation

Die Grundlage ist immer gleich. In deiner Fernsteuerung sitzt ein Sendemodul (TX, von transmitter), im Copter ein Empfänger (RX, von receiver). Der Sender erzeugt eine hochfrequente Trägerwelle und prägt ihr die Steuerdaten auf; dieses Aufprägen heißt Modulation. Der Empfänger macht das Gegenteil: Er filtert die Trägerwelle aus dem Äther, entfernt sie und gibt die Daten an den Flight Controller weiter.

Moderne RC-Systeme senden nicht kontinuierlich, sondern in kleinen Paketen mit fester Wiederholrate (der Paketrate). Ein Paket enthält die aktuellen Kanalwerte, eine Prüfsumme und je nach System ein Zeitfenster für die Antwort des Copters. Der Link ist also keine Einbahnstraße: Empfänger moderner Systeme senden Telemetrie zurück, von der Akkuspannung bis zur GPS-Position.

Bei der Modulation unterscheiden sich die Lager. ExpressLRS nutzt für die Reichweite ein Verfahren namens LoRa (von long range), eine Spreizband-Modulation, die auf der sogenannten Chirp-Technik basiert (Fachwort: Chirp Spread Spectrum, CSS).2 Die Begriffe lohnen eine Übersetzung: Ein Chirp ist im Englischen das Zwitschern eines Vogels, und genau so klingt das Signal, wenn man es hörbar macht: ein Ton, dessen Frequenz beim Senden kontinuierlich von unten nach oben gleitet (oder umgekehrt). Chirp Spread Spectrum heißt also wörtlich „Frequenzspreizung mit Zwitschertönen". Dabei wird das Signal über ein breiteres Frequenzband „verschmiert" als nötig. Das klingt verschwenderisch, hat aber einen gewaltigen Vorteil: Der Empfänger kann das charakteristische Chirp-Muster noch aus Signalen herausrechnen, die leiser sind als das Hintergrundrauschen. Genau daher kommt die Reichweite moderner RC-Links.

Damit sich mehrere Piloten nicht gegenseitig stören, springen die Systeme viele Male pro Sekunde nach einem festen Muster durch das Frequenzband (Fachwort: Frequency Hopping Spread Spectrum, FHSS). Bei ExpressLRS wird dieses Sprungmuster aus der Bindphrase berechnet: Die Phrase wird durch eine Einwegfunktion geschickt (gehasht) und füttert einen Zufallsgenerator, der die Sprungfolge festlegt. Wichtig zu wissen: Die Bindphrase ist keine Verschlüsselung, sie verhindert nur, dass zwei Piloten mit derselben Folge kollidieren.3

3. Frequenz und Reichweite: die Physik dahinter

RC-Links leben in zwei Frequenzbereichen: dem 2,4-GHz-Band (weltweit gleich) und dem Bereich um 900 MHz, der regional verschieden ist (in Europa 868 MHz, in den USA 915 MHz). Physikalisch gilt: Je niedriger die Frequenz, desto geringer die Ausbreitungsdämpfung auf gleicher Strecke und desto besser schmiegt sich die Welle um Hindernisse. Deshalb galt der 868er-Bereich lange als das Long-Range-Band schlechthin.

Leistungen und Empfangspegel gibt man in der Funktechnik nicht in Watt an, sondern logarithmisch in dBm (Dezibel bezogen auf 1 Milliwatt). Die Skala ist gewöhnungsbedürftig, aber praktisch: Plus 3 dB bedeutet doppelte Leistung, plus 10 dB bedeutet zehnfache Leistung. 100 mW Sendeleistung entsprechen 20 dBm, 25 mW sind 14 dBm (gerechnet über die Definition, nicht gemessen). Empfangspegel sind winzig und daher negativ: -100 dBm sind 0,0000000001 Milliwatt.

Die entscheidende Eigenschaft eines Empfängers ist seine Empfindlichkeit: der leiseste Pegel, bei dem er ein Paket noch versteht. Und hier kommt der wichtigste Zusammenhang dieses Kapitels: Die Empfindlichkeit hängt an der Paketrate. Je langsamer gesendet wird, desto länger ist jedes Paket in der Luft und desto tiefer kann der Empfänger ins Rauschen hineinhören. Bei ExpressLRS auf 2,4 GHz reicht die Spanne von -105 dBm bei 500 Hz über -108 dBm bei 250 Hz und -112 dBm bei 150 Hz bis -115 dBm bei 50 Hz. Auf 900 MHz geht es noch tiefer: -111 dBm bei 250 Hz, -117 dBm bei 100 Hz und -123 dBm bei 25 Hz.4

Diese Zahlen sind der Grund, warum „mehr Sendeleistung" die falsche erste Antwort auf Reichweitenprobleme ist. Von 500 Hz auf 50 Hz zu schalten bringt 10 dB, das entspräche einer Verzehnfachung der Sendeleistung, kostet aber nichts außer Latenz. Die Rekordliste des ExpressLRS-Projekts zeigt, was mit langsamen Raten möglich ist: Der weiteste dokumentierte Flug auf 2,4 GHz liegt bei 101,3 km, geflogen mit 50 Hz Paketrate und 2.000 mW Sendeleistung (eine Leistung, die in Europa nicht zulässig ist, dazu Kapitel 5). Auf 900 MHz stehen 50,1 km mit 500 mW und 25 Hz in der Liste. Bemerkenswert: Viele dieser Flüge endeten nicht mit Verbindungsabriss, die Piloten sind schlicht umgekehrt.5

Dass 2,4 GHz trotz höherer Dämpfung solche Reichweiten erreicht, liegt an der Systemauslegung: mehr nutzbare Bandbreite, effiziente Chips und die Chirp-Modulation. Für die Praxis in Deutschland heißt das: Das 2,4-GHz-Band ist für Long Range nicht die Notlösung, sondern eine vollwertige Option, und wegen der Rechtslage (Kapitel 5) oft sogar die bessere.

4. RSSI, LQ und SNR: die Zahlen, die dich vor dem Absturz warnen

Dein OSD zeigt drei Werte für die Verbindungsqualität, und sie werden notorisch verwechselt.4

RSSI (Received Signal Strength Indicator) ist die Lautstärke des ankommenden Signals in dBm, typisch zwischen 0 und etwa -130. RSSI sagt dir, wie viel Reserve du zur Empfindlichkeitsgrenze hast, aber nicht, ob die Pakete auch verstanden werden.

LQ (Link Quality) ist der Anteil der Pakete, die tatsächlich korrekt ankommen, in Prozent. Das ist die Zahl, die zählt: Ein Link mit leisem RSSI und 100 % LQ fliegt sich perfekt; ein Link mit lautem RSSI und 60 % LQ stottert. Die ExpressLRS-Entwickler bringen es auf den Punkt: Auf die LQ kommt es an.4

SNR (Signal-to-Noise Ratio) vergleicht das Signal mit dem Hintergrundrauschen und steuert unter anderem die dynamische Leistungsregelung. Eine Besonderheit der schnellen FLRC-Modi (dazu Kapitel 8): Dort zeigt SNR konstant null, das ist kein Fehler.4

Für die Warnschwelle empfiehlt das Projekt, den RSSI-Alarm 5 bis 10 dB über der Empfindlichkeitsgrenze der gewählten Paketrate zu setzen.4 Bei 250 Hz auf 2,4 GHz (Grenze -108 dBm) wäre der Alarm also bei etwa -103 bis -98 dBm sinnvoll. Wer den Alarm hört, dreht um oder reduziert die Paketrate, bevor der Notfallmodus (Failsafe) übernimmt.

5. Was in Deutschland erlaubt ist

Funkanwendungen mit geringer Reichweite laufen in Deutschland über sogenannte Allgemeinzuteilungen der Bundesnetzagentur: Du brauchst keine eigene Lizenz, musst dich aber an die Parameter halten. Maßgeblich ist die Verfügung 91/2025.6 Die Leistungsangaben dort sind Strahlungsleistungen, also das, was die Antenne tatsächlich abgibt (EIRP bzw. ERP), nicht das, was das Modul erzeugt. Ein Gewinn der Antenne zählt mit.

Die für RC-Links relevanten Einträge:6

BandKategorieErlaubtAuflagen
2.400 – 2.483,5 MHz Breitband-Datenübertragung 100 mW (EIRP) bei Frequenzsprung zusätzlich 100 mW je 100 kHz; Techniken zur Störungsminderung
2.400 – 2.483,5 MHz unspezifische Kurzstreckenfunk-Anwendung 10 mW (EIRP) keine
868 – 868,6 MHz unspezifische Kurzstreckenfunk-Anwendung 25 mW (ERP) Arbeitszyklus ≤ 1 % oder Frequenzzugangs- und Störungsminderungstechniken
869,4 – 869,65 MHz unspezifische Kurzstreckenfunk-Anwendung 500 mW (ERP) Arbeitszyklus ≤ 10 % oder Frequenzzugangs- und Störungsminderungstechniken

Drei Dinge sollte man daraus mitnehmen. Erstens: Auf 2,4 GHz sind 100 mW EIRP die Obergrenze für frequenzspringende Breitbandsysteme, zu denen moderne RC-Links gehören. Die 250-mW- oder 1-W-Stufen, die sich in vielen Sendemodulen einstellen lassen, sind eine Hardware-Fähigkeit, keine Erlaubnis. Und die oft zitierten 25 mW sind ebenfalls keine RC-Link-Grenze: Das ist der Wert für den Bereich 5.725 bis 5.875 MHz, in dem die 5,8-GHz-Videosender funken, festgelegt in derselben Verfügung.6 Zweitens: Im 868er-Bereich ist die Lage komplizierter: kleine Leistung oder strenge Begrenzung der Sendezeit (der Arbeitszyklus sagt, wie viel Prozent der Zeit gesendet werden darf), sofern das Gerät nicht mit höflichen Zugriffstechniken arbeitet, etwa erst lauschen, dann senden (Fachwort: Listen Before Talk). Ein RC-Link sendet aber praktisch dauernd, das verträgt sich schlecht mit Arbeitszyklus-Grenzen. Drittens: Das in US-Foren allgegenwärtige 915-MHz-Band taucht in der deutschen Tabelle schlicht nicht auf. 915-MHz-Hardware ist hier nicht zulässig, auch wenn sie problemlos zu kaufen ist. Beim Kauf also immer die EU-Variante (868 MHz) wählen, oder gleich 2,4 GHz.

Hinweis: Wir geben hier den Stand der Verfügung 91/2025 wieder, verkürzt auf die für RC-Links relevanten Zeilen. Verbindlich ist immer der Originaltext der Bundesnetzagentur, siehe Quellenangaben. Dieser Ratgeber ist keine Rechtsberatung.

6. TBS Crossfire: der Long-Range-Klassiker auf 868 MHz

Team BlackSheep hat mit dem Crossfire das System gebaut, das Long Range im FPV-Bereich populär gemacht hat. Es arbeitet in Europa im Bereich 860 bis 885 MHz, die Sendeleistung ist am Modul von 10 mW bis 2.000 mW einstellbar (was davon in Europa zulässig ist, regelt nicht das Modul, sondern Kapitel 5). Der Link arbeitet bidirektional mit Telemetrie, springt über die Frequenzen (FHSS mit Spreizverfahren) und repariert sich bei Störungen selbst; die Update-Rate liegt bei 150 Hz.7

Zwei Dinge haben das System über die Jahre getragen. Erstens die schiere Reife: Es fliegt seit über einem Jahrzehnt in allem vom 5-Zoll-Racer bis zum Berg-Wing. Zweitens hat TBS mit dem Crossfire das Übertragungsprotokoll CRSF eingeführt, das heute der Quasi-Standard zwischen Empfänger und Flight Controller ist, auch bei der Konkurrenz (Kapitel 10). Der Hersteller wirbt mit einer Empfindlichkeit von bis zu -130 dB7, das ist eine Herstellerangabe für die langsamste Betriebsart und passt zur Physik aus Kapitel 3: niedrige Frequenz plus niedrige Rate gleich maximale Empfindlichkeit.

Die ehrliche Einordnung für Deutschland: Das 868er-Band ist eng (Kapitel 5), und der Leistungsvorsprung, den Crossfire auf dem Papier hat, lässt sich hier legal kaum ausfahren. Wer das System aus dem Bestand fliegt oder die enorme Marktdurchdringung schätzt, macht nichts falsch. Wer neu kauft, sollte den Vergleich mit ExpressLRS auf 2,4 GHz führen (Kapitel 8).

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7. TBS Tracer: 2,4 GHz mit konstanten 250 Hz

Der Tracer ist die 2,4-GHz-Antwort von TBS und technisch der Gegenentwurf zur eigenen Crossfire-Philosophie: Statt maximaler Reichweite bei niedriger Rate liefert er eine konstante Paketrate von 250 Hz in beide Richtungen, ohne Moduswahl und ohne Umschalten. Das Handbuch nennt eine wählbare Sendeleistung von 25 bis 100 mW, eine TBS-eigene Modulation und am Empfänger zwei flexible Antennen in T-Bauform; bis zu 12 Kanäle werden übertragen.8

Die Zielgruppe ist klar: Piloten, die eine reaktionsschnelle, konstante Verbindung wollen und dafür auf das letzte Quäntchen Reichweite verzichten. Die 100-mW-Obergrenze der EU-Firmware passt zudem sauber zur 100-mW-Grenze aus Kapitel 5. Dass der Hersteller das System auf dem Crossfire-Unterbau aufgebaut hat, merkt man an der Integration: gleiches Protokoll, gleiche Konfigurationswelt.

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8. ExpressLRS: Open Source und unsere Wahl

ExpressLRS (kurz ELRS) ist kein Hersteller, sondern ein Open-Source-Projekt: Firmware und Protokoll sind offen, die Hardware bauen viele Firmen, von Radiomaster über BetaFPV bis GEPRC.1 Technisch basiert das System auf Funkchips von Semtech (SX12xx-Serie beziehungsweise dem neueren LR1121), also genau den Bausteinen, die auch die LoRa-Welt antreiben (LoRa steht für long range, Kapitel 2): die weltweiten Funknetze, über die Sensoren und Zähler im Internet der Dinge ihre Daten schicken.3 Diese Offenheit hat in wenigen Jahren zu einem Ökosystem geführt, in dem ein Empfänger unter zehn Gramm wiegt und unter 30 Euro kostet, ohne dass man an Reichweite spart.

Die Paketrate ist bei ELRS frei wählbar und das zentrale Werkzeug: Auf 2,4 GHz stehen LoRa-Modi mit 50, 150, 250 und 500 Hz zur Verfügung, dazu besonders schnelle Modi (F500 und F1000) mit einer anderen Modulation (FLRC), die Latenz gegen Empfindlichkeit tauschen.4 Die Faustregel aus Kapitel 3 gilt hier direkt: Racing nimmt die schnellen Modi, Long Range nimmt 150 Hz oder weniger.

Auch die Telemetrie ist einstellbar: Das Verhältnis (Fachwort: Telemetry Ratio) legt fest, jedes wievielte Paket dem Rückkanal gehört, von 1:2 bis 1:64.9 Für Long Range mit GPS-Rückmeldung lohnt ein dichterer Rückkanal; wer nur Akkuspannung braucht, spart Sendezeit. Zwei Eigenheiten sollte man kennen: Der Schalter zum Scharfstellen (Arm) gehört zwingend auf den Kanal AUX1, der mit jedem Paket übertragen wird9, und die Bindphrase ersetzt das klassische Binden per Knopfdruck (Kapitel 2).

Warum es unsere Wahl ist: Das System kombiniert die 100-mW-Rechtslage des 2,4-GHz-Bands mit einstellbarer Empfindlichkeit bis -115 dBm4, offener Firmware und einem Hardware-Markt, der vom Ein-Gramm-Empfänger bis zum True-Diversity-Empfänger (Kapitel 9) alles liefert. Wir fliegen unsere Long-Range-Builds mit ELRS auf 2,4 GHz, und die Rekordliste des Projekts zeigt, dass die Reichweite dabei nicht der begrenzende Faktor ist.5

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9. Diversity: zwei Antennen sind besser als eine

Jede Antenne hat blinde Winkel (Kapitel 13), und auf einem Copter kommt der eigene Rahmen als Hindernis dazu: Carbon schirmt Funk ab wie ein Blech, das haben wir im Carbon-Ratgeber ausführlich belegt. In bestimmten Fluglagen zeigt also entweder die Nullstelle der Antenne zum Piloten, oder der Rahmen steht schlicht im Weg. Die Antwort darauf heißt Diversity, und es gibt sie in zwei sehr verschiedenen Ausbaustufen.10

Antennen-Diversity: Der Empfänger hat zwei Antennen, aber nur einen Funkchip, und schaltet per Umschalter auf die Antenne mit dem besseren Signal. Das kostet fast nichts und hilft schon deutlich. Typische Vertreter sind der Radiomaster RP3 oder der Matek R24-D.10

True Diversity: Der Empfänger hat zwei komplette Empfangszüge, also zwei Funkchips, jeder fest mit einer eigenen Antenne verbunden. Beide hören immer gleichzeitig, verwendet wird das bessere Paket. Es gibt kein Umschalten und damit keine falsche Entscheidung. Typische Vertreter sind der BetaFPV SuperD oder der Happymodel EP1 Dual.10 Für Long Range ist das aus unserer Sicht die richtige Ausbaustufe: Die beiden Antennen lassen sich so am Frame verteilen, dass nie beide gleichzeitig im Carbon-Schatten liegen.

ExpressLRS setzt darauf noch eine Stufe: Gemini. Dabei sendet das TX-Modul dasselbe Paket gleichzeitig auf zwei Frequenzen, die auf 2,4 GHz 40 MHz auseinander liegen, und ein True-Diversity-Empfänger hört beide ab. Das erhöht nicht die Reichweite, aber die Wahrscheinlichkeit, dass jedes einzelne Paket durchkommt, die LQ wird stabiler, gerade in gestörter Umgebung.11 Dafür braucht es Gemini-fähige Hardware auf beiden Seiten.

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10. CRSF, SBUS und MAVLink: vom Empfänger zum Flight Controller

Zwischen Empfänger und Flight Controller läuft ein eigenes, drahtgebundenes Protokoll, und auch hier gab es einen Generationswechsel.

Das ältere SBUS überträgt nur in eine Richtung (Empfänger zu Flight Controller) und arbeitet mit invertiertem Signalpegel, was auf manchen Boards zusätzliche Hardware braucht. Das noch ältere PPM verschwindet gerade ganz aus den Autopiloten.12

Der heutige Standard ist CRSF (das Crossfire-Protokoll von TBS, übernommen von ExpressLRS und anderen). Es ist bidirektional: Über ein einziges Paar serieller Leitungen (UART) laufen die Steuerkanäle zum Flight Controller und die Telemetrie zurück.12 Die Verkabelung ist immer gekreuzt: Der TX-Pin des Empfängers an den RX-Pin des Flight Controllers und umgekehrt, dazu 5 V und Masse.14 Die serielle Geschwindigkeit liegt standardmäßig bei 420.000 Baud (nur KISS-Flight-Controller erwarten 400.000).13

Bei größeren Coptern mit ArduPilot kommt eine dritte Ebene dazu: MAVLink, das Telemetrie-Protokoll der Autopilot-Welt, über das Bodenstationen komplette Missionsdaten austauschen. ArduPilot kann CRSF-Telemetrie direkt verarbeiten und erlaubt sogar das Ändern von Parametern über den RC-Link.15 Crossfire-Hardware kann MAVLink nativ transportieren.7 Für den Praktiker heißt das: ein Kabelpaar, volle Kontrolle, keine separate Telemetrie-Funke nötig.

11. GPS: dreißig Satelliten für eine Position

GPS ist die dritte Funkstrecke an Bord, und die einzige, bei der dein Copter nur zuhört. Das amerikanische System besteht aus einer Grundordnung von 24 Satellitenplätzen, verteilt auf sechs Bahnebenen; tatsächlich betrieben werden seit Jahren rund 31 Satelliten, seit einer Erweiterung im Jahr 2011 effektiv in einer 27-Plätze-Anordnung. Die Satelliten fliegen in etwa 20.200 km Höhe und umrunden die Erde zweimal pro Tag.16 Genauer: Ein Umlauf dauert 11 Stunden und 58 Minuten, die Bahnen sind um 55 Grad gegen den Äquator geneigt.17

Das Prinzip ist Laufzeitmessung. Jeder Satellit funkt permanent seine Position und die exakte Uhrzeit einer Atomuhr. Der Empfänger misst, wie lange die Signale unterwegs waren, und errechnet daraus seine Entfernung zu jedem Satelliten. Drei Entfernungen würden für einen Punkt im Raum reichen, aber die billige Quarzuhr im Empfänger geht für diese Messung viel zu ungenau. Deshalb wird die Empfängeruhr als vierte Unbekannte mitgeschätzt, und dafür braucht es die Messung zu einem vierten Satelliten. Die Konstellation ist genau darauf ausgelegt: Von praktisch jedem Punkt der Erde sind mindestens vier Satelliten sichtbar.16

Wie leise diese Signale sind, macht eine Zahl klar: Die GPS-Schnittstellenspezifikation garantiert am Boden eine minimale Empfangsleistung von gerade einmal -128,5 dBm.18 Das ist um Größenordnungen leiser als alles, was dein RC-Link verarbeitet. Deshalb gilt kompromisslos, was wir im Carbon-Ratgeber hergeleitet haben: Ein GPS-Empfänger gehört auf einen Mast über den Rahmen, nicht zwischen zwei Carbonplatten. Der Frame schirmt wie ein Blech, und ein Signal an der Hörbarkeitsgrenze verzeiht keine Abschirmung.

Moderne Module empfangen längst nicht mehr nur GPS. Der verbreitete Empfängerchip u-blox M10 verarbeitet die vier großen Systeme GPS, Galileo (Europa), GLONASS (Russland) und BeiDou (China) gleichzeitig, liefert bis zu 10 Positionslösungen pro Sekunde bei drei oder mehr aktiven Systemen (bis 25 bei einem einzelnen), erreicht eine horizontale Genauigkeit von 1,5 m (CEP, also der Radius, in dem die Hälfte der Messungen liegt), braucht aus dem Kaltstart 28 Sekunden bis zur ersten Position und hält Signale bis etwa -165 dBm im Empfang, bei weniger als 25 mW Stromaufnahme.19 Mehr sichtbare Satelliten bedeuten bessere Geometrie und damit stabilere Positionen, gerade zwischen Hindernissen.

Auf den üblichen FPV-Modulen sitzt neben dem GNSS-Chip fast immer ein Magnetfeldsensor (Kompass), denn ein GNSS-Empfänger kennt zwar seine Position und aus der Bewegung seine Richtung, aber im Stand keine Blickrichtung. Für Positionshaltung und Return-to-Home gehört der Kompass, wie das GPS selbst, so weit weg von Stromleitern wie möglich: auf den Mast.

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12. Holybro und Pixhawk: wo alles zusammenläuft

Bei großen Coptern ab 13 Zoll wandert die Elektronik weg vom Racing-Stack hin zur Autopilot-Welt, und dort ist Pixhawk der offene Hardware-Standard. Ein verbreiteter Vertreter ist der Pixhawk 6C von Holybro: Hauptprozessor ist ein STM32H743 (32-Bit-ARM, 480 MHz, 2 MB Flash, 1 MB RAM), daneben arbeitet ein separater Ein-/Ausgabe-Prozessor (STM32F103). Die Lageerfassung ist doppelt ausgeführt: zwei unabhängige Beschleunigungs- und Drehratensensoren (ICM-42688-P und BMI088), dazu ein Magnetometer (IST8310) und ein Barometer (MS5611), mechanisch vibrationsentkoppelt montiert.20

Softwareseitig laufen darauf die beiden großen offenen Autopiloten: PX4 (ab Werk installiert) und ArduPilot (unterstützt ab Version 4.3). GPS-Module wie das M10 aus Kapitel 11 werden per Standardstecker angeschlossen.20 Der RC-Link aus den Kapiteln 6 bis 9 landet per CRSF auf einem der seriellen Anschlüsse, die Telemetrie zur Bodenstation läuft als MAVLink (Kapitel 10). Damit schließt sich der Kreis: Flightstick, Funkstrecke, Empfänger, Flight Controller, Satellitennavigation, alles spricht über offene, dokumentierte Schnittstellen.

Wer zum ersten Mal ein Autopilot-GPS neben ein FPV-Modul legt, bemerkt sofort den Größenunterschied, und der hat einen Grund: die Antenne. Das Satellitensignal kommt an der Hörbarkeitsgrenze an (Kapitel 11), und eine Antenne kann nur die Signalenergie verwerten, die ihre Fläche einfängt. Die großen Module tragen deshalb eine keramische Flächenantenne (Patch) mit einer durchgehenden Massefläche darunter, die den Empfang zum Himmel bündelt und Störungen aus der Elektronik darunter abschirmt. Die daumennagelkleinen FPV-Module funktionieren, verschenken aber genau dort Empfindlichkeit, wo es darauf ankommt: bei wenigen sichtbaren Satelliten, zwischen Hindernissen, beim Start unter Bäumen. Ein 13-Zöller hat Platz und Traglast für das große Modul, also gehört es auch drauf, und zwar auf den Mast (Kapitel 11).

Wer mehr Anschlüsse oder mehr Redundanz braucht, findet eine Stufe über dem 6C den Pixhawk 6X, und an dem zeigt sich, wohin die Autopilot-Welt baulich läuft: Rechner und Anschlussplatine sind getrennt. Das eigentliche Flight-Controller-Modul (gleiche 480-MHz-Prozessorklasse, aber dreifach ausgeführte Lageerfassung mit aktiver Temperaturregelung und zwei Barometern) wird auf ein Trägerboard gesteckt, das sogenannte Baseboard.22 Das Standard-Baseboard V2A führt heraus, was bei einem großen Build zusammenkommt: zwei GPS-Anschlüsse, zwei CAN-Busse, drei Telemetrie-Ports und sogar Ethernet.23 Wichtig beim Bestellen: Das Baseboard allein ist noch keine Flugsteuerung, das 6X-Modul kommt separat dazu. Für den Einstieg in die 13-Zoll-Klasse bleibt der 6C unsere Empfehlung; der 6X lohnt sich, wenn viele Anbauteile, ein zweites GPS oder eine Ethernet-Anbindung geplant sind.

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13. Antennen: der wichtigste Zentimeter deines Copters

Man kann an jedem Glied der Funkkette Geld ausgeben, aber kein Bauteil verändert die Verbindung so stark wie die Antenne und ihre Montage. Dabei ist die Standardantenne am RC-Empfänger unspektakulär: ein Stück Koaxkabel, dessen Ende als Strahler freigelegt ist, meist als T-Form ausgeführt. Elektrisch ist das ein Halbwellendipol, die Urform der Antenne.

Für den Halbwellendipol liefert die Antennentheorie klare Kennwerte: Seine Richtwirkung beträgt das 1,64-fache eines idealen Rundumstrahlers (2,15 dB), seine Impedanz liegt bei 73 Ohm mit einem Blindanteil, der verschwindet, wenn man die Antenne auf etwa 0,48 Wellenlängen kürzt, und seine Halbwertsbreite beträgt 78 Grad.21 Übersetzt: Die Antenne strahlt quer zu ihrer Achse am stärksten, in Richtung der Achse entstehen Einzüge (Nullstellen). Das Abstrahlbild sieht aus wie ein Donut, dessen Loch die Antenne durchstößt. Deshalb montiert man Diversity-Antennen in unterschiedlicher Ausrichtung: Wo die eine ihre Nullstelle hat, hat die andere Empfang (Kapitel 9).

Die Länge der Antenne folgt aus der Wellenlänge, und die aus der Frequenz (Wellenlänge gleich Lichtgeschwindigkeit geteilt durch Frequenz, gerechnet, nicht gemessen): Bei 2,4 GHz ist die Welle rund 12,5 cm lang, der Halbwellendipol also gut 6 cm. Bei 868 MHz sind es rund 34,5 cm Wellenlänge und gut 17 cm Antenne. Das erklärt zwei Dinge auf einen Schlag: warum 868er-Antennen so unhandlich lang sind, und warum man eine Antenne niemals kürzen oder knicken darf. Eine falsche Länge verstimmt die Antenne, die Sendeleistung wird dann zum Teil reflektiert statt abgestrahlt.

Der Antennengewinn wird in dBi angegeben, dem Vergleich zum gedachten idealen Rundumstrahler (Fachwort: Isotropstrahler). Wichtig zum Verständnis: Gewinn entsteht nie aus dem Nichts, sondern immer durch Bündelung. Eine Antenne mit hohem Gewinn strahlt in eine Richtung lauter, dafür in andere leiser. Am Copter, der sich frei im Raum dreht, ist deshalb wenig Gewinn und gleichmäßige Abstrahlung richtig; hoher Gewinn gehört auf die Bodenseite, wo eine Richtantenne dem Copter nachgeführt werden kann.

Zur Polarisation: Ein Dipol strahlt linear polarisiert, die Welle schwingt in einer Ebene. Stehen Sende- und Empfangsantenne gekreuzt zueinander, kommt deutlich weniger an, deshalb die Grundregel, Antennen parallel zueinander auszurichten (beim Copter praktisch: senkrecht nach oben oder unten, denn auch die Senderantenne hält man aufrecht). Die im FPV-Videobereich üblichen zirkular polarisierten Pilzantennen spielen beim RC-Link kaum eine Rolle; sie gehören zum Videothema und damit in den Folgeartikel.

Bleibt die Montage, und hier zahlt sich das Wissen aus dem Carbon-Ratgeber aus: Der Rahmen ist für Funk ein Blech. Antennen gehören mit dem strahlenden Ende frei aus dem Rahmenschatten heraus, nicht am Arm entlang gespannt und nicht zwischen die Platten gelegt. Kabelbinder-Röhrchen an den Standoffs, die die Antennenenden schräg nach oben oder unten aus dem Frame führen, sind die einfachste gute Lösung. Und Stecker sind Verschleißteile: Die winzigen Aufsteckverbinder (U.FL) an Nano-Empfängern sind für wenige Steckzyklen gebaut, wer häufig wechselt, plant besser Empfänger mit Schraubanschluss (SMA) ein.

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14. Was das für deinen nächsten Build heißt

Wir bauen 13-Zoll-Copter und beraten herstellerneutral zu Funk, Navigation und Aufbau. Wenn du unsicher bist, welcher Link und welche Antennenanordnung zu deinem Vorhaben passen, sprich uns an, bevor du bestellst.

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Dieser Ratgeber ersetzt keine individuelle technische Prüfung und keine Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Wo wir gerechnet statt gemessen haben, steht es ausdrücklich dabei. Alle Quellen wurden im Juli 2026 abgerufen und geprüft.

Quellenangaben

  1. ExpressLRS-Projekt — „High Performance Open Source Radio Control Link": expresslrs.org
  2. Semtech, „What is LoRa?" — LoRa als Spreizband-Modulation auf Basis von Chirp Spread Spectrum (CSS): semtech.com/lora/what-is-lora
  3. ExpressLRS-Dokumentation, FAQ — Bindphrase (gehasht, erzeugt das Frequenzsprungmuster, keine Sicherheitsfunktion), Semtech-Funkchips SX12xx/LR1121: expresslrs.org/faq
  4. ExpressLRS-Dokumentation, „Signal Health" — RSSI, LQ, SNR, Empfindlichkeitsgrenzen je Paketrate (2,4 GHz: -105 bis -115 dBm; 900 MHz: -111 bis -123 dBm), Empfehlung zur Warnschwelle, SNR-Verhalten der FLRC-Modi: expresslrs.org/info/signal-health
  5. ExpressLRS-Dokumentation, „Long Range Competition" — dokumentierte Reichweitenflüge, u. a. 101,3 km auf 2,4 GHz (50 Hz, 2.000 mW) und 50,1 km auf 900 MHz (25 Hz, 500 mW): expresslrs.org/info/long-range
  6. Bundesnetzagentur, Allgemeinzuteilung Vfg. 91/2025 „Geräte mit geringer Reichweite (SRD)" — Frequenznutzungsparameter u. a. für 2.400–2.483,5 MHz (100 mW EIRP Breitband-Datenübertragung, 10 mW unspezifisch), 863–870 MHz (25 mW ERP mit Arbeitszyklus ≤ 1 % bzw. 500 mW ERP mit ≤ 10 % in 869,4–869,65 MHz) und 5.725–5.875 MHz (25 mW EIRP, unspezifische Kurzstreckenfunk-Anwendungen, Band 61): bundesnetzagentur.de: Vfg. 91/2025 (PDF)
  7. Team BlackSheep, Produktseite TBS Crossfire TX — Frequenzbereich EU 860–885 MHz, Sendeleistung 10 mW bis 2 W einstellbar, DSSS/FHSS, 150 Hz Update-Rate, Empfindlichkeitsangabe -130 dB, CRSF- und MAVLink-Unterstützung: team-blacksheep.com: Crossfire TX
  8. Team BlackSheep, TBS Tracer Manual (Revision 2022-08-08) — 2,4-GHz-Band, Sendeleistung 25–100 mW wählbar, TBS-eigene Modulation, konstante 250 Hz in beiden Richtungen, bis 12 Kanäle, zwei T-Antennen am Empfänger: team-blacksheep.com: Tracer Manual (PDF)
  9. ExpressLRS-Dokumentation, „Before First Flight" — Telemetrie-Verhältnis 1:2 bis 1:64, Schaltermodi, Arm-Schalter zwingend auf AUX1 (wird mit jedem Paket übertragen): expresslrs.org/quick-start/pre-1stflight
  10. ExpressLRS-Dokumentation, „Hardware Selection" — Antennen-Diversity (zwei Antennen, ein Umschalter; z. B. Radiomaster RP3, Matek R24-D) gegenüber True Diversity (zwei Funkchips; z. B. Happymodel EP1 Dual, BetaFPV SuperD), Nutzen gegen Carbon-Abschattung und Antennen-Nullstellen, Leistungsklassen der TX-Module: expresslrs.org/hardware/hardware-selection
  11. ExpressLRS-Dokumentation, „Gemini" — gleichzeitiges Senden auf zwei Frequenzen (40 MHz Abstand bei 2,4 GHz), erfordert True-Diversity-Empfänger, verbessert die LQ, nicht die Reichweite: expresslrs.org/software/gemini
  12. ArduPilot-Dokumentation, „RC Systems" — CRSF bidirektional (RC + Telemetrie über ein UART-Paar), SBUS invertiert und unidirektional, PPM auslaufend: ardupilot.org: common-rc-systems
  13. ExpressLRS-Dokumentation, „The Web UI" — Standard-Baudrate 420.000, Ausnahme KISS mit 400.000: expresslrs.org/quick-start/webui
  14. ExpressLRS-Dokumentation, „Receiver Wiring" — gekreuzte UART-Verkabelung (RX-TX an FC-RX, RX-RX an FC-TX), Versorgung 5 V: expresslrs.org/quick-start/receivers/wiring-up
  15. ArduPilot-Dokumentation, „CRSF Telemetry" — CRSF-Telemetrie inklusive Parameterzugriff über den RC-Link; ELRS nutzt dasselbe Protokoll: ardupilot.org: common-crsf-telemetry
  16. GPS.gov (U.S. Space Force), „Space Segment" — 24-Plätze-Basiskonstellation in sechs Bahnebenen, 31 operationelle Satelliten, ca. 20.200 km Bahnhöhe, zwei Erdumläufe pro Tag, mindestens vier sichtbare Satelliten, „Expandable 24"-Erweiterung 2011: gps.gov/space-segment
  17. ESA Navipedia, „GPS Space Segment" — Umlaufzeit 11 h 58 min (halber Sterntag), Bahnneigung 55 Grad, große Halbachse 26.560 km: gssc.esa.int/navipedia: GPS Space Segment
  18. US Space Force, Interface Specification IS-GPS-200N — minimale Empfangsleistung des GPS-L1-Signals von -128,5 dBm: navcen.uscg.gov (PDF)
  19. u-blox, MAX-M10 Product Summary (UBX-20017987) — gleichzeitiger Empfang von GPS, Galileo, GLONASS und BeiDou (+ QZSS/SBAS), bis 10 Hz bei ≥ 3 Systemen (25 Hz bei einem), 1,5 m CEP, Kaltstart 28 s, Tracking-Empfindlichkeit bis -167 dBm, unter 25 mW Leistungsaufnahme: u-blox.com: MAX-M10 (PDF)
  20. Holybro, Produktseite Pixhawk 6C — STM32H743 (480 MHz, 2 MB Flash, 1 MB RAM), IO-Prozessor STM32F103, redundante IMUs ICM-42688-P und BMI088, Magnetometer IST8310, Barometer MS5611, PX4 vorinstalliert, ArduPilot ab 4.3, M9N/M10-GPS-Anschluss: holybro.com: Pixhawk 6C
  21. Antenna-Theory.com, „Half-Wave Dipole Antenna" — Richtwirkung 1,64 (2,15 dB), Eingangsimpedanz 73 + j42,5 Ohm, Resonanz bei ca. 0,48 Wellenlängen (dann ca. 70 Ohm), Halbwertsbreite 78 Grad: antenna-theory.com: halfwave
  22. Holybro, Produktseite Pixhawk 6X — modularer Aufbau (FMU-, IMU- und Baseboard-Ebene, verbunden über Pixhawk-Bus-Steckverbinder), STM32H753 mit 480 MHz, dreifache IMU-Bestückung (ICM-45686, Rev 8) mit Temperaturregelung und Vibrationsentkopplung, zwei Barometer, Baseboard-Varianten Standard v2A/v2B und Mini: holybro.com: Pixhawk 6X
  23. Holybro-Dokumentation, „Pixhawk Baseboard v2 Ports" — Anschlüsse des Standard-Baseboards (kompatibel mit Pixhawk 5X und 6X): zwei GPS-Ports, CAN1/CAN2, Telem1 bis Telem3, Ethernet-Port: docs.holybro.com: Baseboard v2 Ports

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